Ist Röntgen bei Rückenschmerzen immer sinnvoll?

Warum Röntgen bei Rückenbeschwerden evtl. nicht immer sinnvoll ist.

Kreuzschmerzen sind der häufigste Grund für Arztbesuche in Deutschland. Vielfach verordnet der Arzt zur Abklärung ein Röntgenbild, nicht selten auch weil der Patient dann zufriedener ist und sich besser betreut fühlt. Alleine zwischen 2004 und 2008 ist die Zahl der Röntgen- und Kernspin-Aufnahmen um 88 % gestiegen. Dabei widerspricht dieses Verhalten sogar den Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften, denn es ist mehrfach durch Studien belegt, dass es den Patienten durch eine Röntgenaufnahme des Rückens weder besser geht, noch sich die Prognose dadurch in der Regel wesentlich verändert.

 

Ausnahmen sind hierbei das Auftreten von Blasen- und Mastdarmlähmungen, neurologische Ausfälle in den Beinen oder dem Verdacht auf einen Tumor. Selbst bei älteren Patienten sind die Aufnahmen anders als bisher angenommen meist überflüssig. Denn obwohl sich in hohem Alter einige Erkrankungen häufig zunächst als Kreuzschmerz zeigen, ging es den Patienten innerhalb einer Studie, die ein Röntgenbild bekommen, hatten nach einem Jahr auch nicht besser, als denen der Kontrollgruppe.